Wiesental – Te Deum (Orgelfassung) Chormusik der Romantik
von on April 16, 2019 in Konzerte

Te Deum und Chormusik der Romantik:

Festkonzert zum 175jährigen Jubliäum Kath. Kirchenchor St. Jodokus Wiesental

Anton Bruckner „Te Deum“ (Orgelfassung) und A-cappella-Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Johannes Brahms, Matthias Böhringer, Franz Biebl u.a.

Mitwirkende:
proVOCAL Münzesheim – Meisterchor im BCV
Kath. Kirchenchor St. Jodokus Wiesental
(Ltg.: Markus Zepp)
Orgel: Rudolf Peter
Dirigent: Matthias Böhringer

Anlass des Konzerts am 31.03.2019 unter der Leitung von Matthias Böhringer in der katholischen Kirche St. Jodokus Wiesental war das 175-jährige Jubiläum der Pfarrkirche und dessen Kirchenchores, welcher von Markus Zepp geleitet wird.

Das Konzert wurde mit den Werken „Jauchzet dem Herrn“ und „Richte mich Gott“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy eröffnet, mit welchen sich der Meisterchor proVocal Münzesheim mit beeindruckender Intonation präsentierte. Es folgte ebenfalls von Mendelssohn-Bartholdy „Hebe deine Augen auf“ aus dem Elias gesungen von einem Frauenensemble aus dem Chor mit glockenhellem, reinen Klang. Dem folgte innig das „Ave Maria“ von Franz Biebl, mit welchem sich die Männer des Chores aus dem Altarraum heraus direkt in die Herzen des Publikums sangen.

Danach zeigte der Konzertorganist Rudolf Peter herausragend sein Können und ließ „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ von Johann Sebastian Bach erklingen. Sodann fand sich wieder der Gesamtchor zusammen und präsentierte „Ach, arme Welt“ und „Im Herbst“ von Johannes Brahms.

Ein Bogen zur Gegenwart wurde durch Matthias Böhringers Werke „Fragen im Spiegel“ und „Wann haben wir genug“ gezogen, die sich aktuellen Fragestellungen dieser Zeit widmen, worauf erneut Rudolf Peter „Vater unser im Himmelreich“ von Mendelssohn-Bartholdy darbot. Hierauf folgte ein Kleinchor mit dem anspruchsvollen Werk „Mitten wir im Leben sind“ von Felix Mendelssohn- Bartholdy, welchem eine Klangkomposition von Knut Nysted, der von Johann Sebastian Bach inspiriert seine Musik aufnehmend dieser mit „Immortal Bach“ ein neues Gewand verlieh, nachfolgte.

Nach der Phantasie in b von Boëly, gespielt an der Orgel von Rudolf Peter, folgte der Höhepunkt des Konzerts: das Te Deum von Anton Bruckner in der Orgelfassung. Bruckners Te Deum ist sicherlich eines der bedeutendsten Chorwerke seiner Zeit. Bruckner selbst bezeichnete es als „Stolz meines Lebens“. Der Chor versammelte sich auf der Empore und von dort füllte er gemeinsam mit der Orgel das Kirchenschiff mit Klang. Im Verlauf wurden die ganze dynamische Spannbreite des Chores gefordert. Bruckner pendelt in den Kontrasten und erzeugt dadurch große Emotionen. Er schickt den Chor in die höchsten Höhen, tiefsten Tiefen und verlangt eine maximale dynamische Bandbreite. Das Solistenquartett war mit Friederike Düppers (Sopran), Stephanie Dietz-Mannherz (Alt), Max Miele (Tenor) und Simon Wertenbach (Bass) aus dem Chor heraus besetzt und wusste durch harmonischen Zusammenklang und berührende Solopassagen zu begeistern.

Zum Abschluss des Konzerts fand sich proVocal gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Jodokus Wiesental zu einem Chor zusammen und stimmte gemeinsam „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Mendelssohn-Bartholdy an. Vom feierlichen Klang erfüllt, bedankte sich das Publikum mit stehender Ovation.

Bruckner in Wiesental

Schreibe Einen Kommentar

Webdesign .ideenzone. Kornelia Altdörfer