Matthias Böhringer wird neuer Musikalischer Direktor des Badischen Chorverbandes
von on April 25, 2016 in Konzerte

Das Präsidium des Badischen Chorverbandes hat Matthias Böhringer, beim Chorverbandstag am vergangenen Sonntag in Lörrach, der Versammlung als Nachfolger des bisherigen Musikalischen Direktors Wolfgang Mettler vorgeschlagen, der dort zum Ehren-Musikdirektor ernannt wurde.
Nach kurzer Vorstellung, verlief die Wahl erfolgreich, Matthias Böhringer wurde einstimmig als Musikalischer Direktor des Badischen Chorverbandes gewählt und ist nun Teil des Präsidiums.
Er hat für die nächsten 3 Jahre die ehren- und verantwortungsvolle Aufgabe, über 2.000 Chöre und 75.000 Sänger und Sängerinnen im Badischen Chorverband zu vertreten. Eine große Aufgabe die nun auf Matthias Böhringer wartet, durch seine bisherige Aufgabe als Mitglied des Musikausschusses des Badischen Chorverbandes aber nur eine konsequente Weiterführung seines Weges bedeutet. In dieser Position wird er auch deutschlandweit Kontakte zu anderen Chorverbänden knüpfen können und hofft, die musikalische Landschaft noch intensiver mitgestalten zu können.
Selbstverständlich beglückwünschen wir in diesem Rahmen auch Ute Antoni, aus dem Chorverband Kraichgau, zur Wahl der Gleichstellungsbeauftragten, sowie Peter Bürker, der in seinem Amt als Schatzmeister bestätigt wurde.
Alle Sängerinnen und Sänger gratulieren Matthias Böhringer und wünschen ihm für die neue, herausfordernde Tätigkeit alles Gute und viel Erfolg!

Drei Fragen an Matthias Böhringer aus Bruchsal, den neuen Musikalischen Direktor des Badischen Chorverbandes

Matthias Böhringer wurde mit erst 33 Jahren zum Musikalischen Direktor des Badischen Chorverbandes (BCV) gewählt. Der Verband umfasst rund 2.000 Chöre, 64.000 Sängerinnen und Sänger, davon 14.000 Jugendliche.

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Martin Stock hat uns freundlicherweise seinen Artikeltext zur Verfügung gestellt:

„Musikalischer Direktor“ – was bedeutete dieser Titel, diese Aufgabe?
Böhringer: Der Musikalische Direktor des Badischen Chorverbandes ist Teil des Präsidiums sowie Vorsitzender des Musikausschusses und berät in dieser Funktion den Verband in allen musikalischen Fragen. Das beinhaltet unter anderem die Chorleiterausbildung, Chorwettbewerbe sowie die Konzeption von Fortbildungen. Zudem vertritt er den BCV im Musikbeirat des Deutschen Chorverbandes.

Was hat Sie dazu bewogen, dieses Amt zu übernehmen?
Böhringer: Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich in der Chorlandschaft aktiv, leite seit fünfzehn Jahren – inzwischen sechs – Chöre und wurde 2009 Mitglied im Musikausschuss. Ich kenne die Szene mit all ihren Qualitäten und Schwierigkeiten ziemlich gut – trotz meines jungen Alters. Als Chorleiter durfte ich in all den Jahren viele positive Erfahrungen sammeln und denke, dass ich diese gut einsetzen kann, um eine dringend notwendige Vitalität in unserer weltweit einmaligen Chorlandschaft anzuregen.

Was sind Ihre Ziele? Was möchten Sie erreichen?
Böhringer: Mittelfristig möchte ich neue Impulse in der Chorleiterausbildung setzen, die Kinder- und Jugendförderung beleuchten, Anstöße für neue Chorliteratur und neue Konzertformen geben sowie Kooperationen anstreben. Ich hoffe, unseren Chören bei der Qualitätssteigerung und einem moderneren Image behilflich sein zu können, sodass neue Sängerinnen und Sänger hinzugewonnen werden und die Qualitäten des gemeinschaftlichen Singens mehr gesellschaftliche Resonanz erfahren. Wichtig ist mir der Kontakt zu meinen Chorleiter-kolleginnen und –kollegen. Ein bekanntes Zitat von Gustav Mahler begleitet mich bei meiner Arbeit: “Tradition ist nicht die Anbetung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers“

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